Reis.

Der Reis ist Hauptnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Menschheit. Es gibt wohl mindestens so viele Reissorten wie Völker. Er wird herzhaft, scharf oder auch süß zubereitet. Auf der Welt gibt es etwa 100.000 Reissorten. Außerdem erfährst Du hier , warum Wildreis mit Reis nicht so viel zu tun hat.
Reis Vorkommen Botanisches Anbau Ernte
  • Geschichtliches → Pflanze stammt aus Vorderindien; vermutlich vor mehr als 8000 Jahren in China domestiziert; wildwachsende Formen nutze man noch früher
  • Hauptanbauländer heute fast überall in Asien, seltener in Afrika
  • Systematik → zählt zur wie alle Getreidearten zur Pflanzenfamilie der Süßgräser [Poaceae]; einkeimblättrige Pflanze [wie einheimisches Getreide auch]; mehrere Arten und sehr viele Sorten
    Als Reis bezeichnet man die Samen der Arten Oryza sativa und Oryza glaberrima. Zur Gattung Reis [Oryza] gehören noch weitere Arten, die nicht genutzt werden.
  • Pflanze → 1-2 m hoch; Früchte in Ährchen mit 20-30 cm langen Rispen; kann jahrelang auf gleichem Feld angebaut werden; benötigt mindestens 20°C und [bei Nassreis] viel Feuchtigkeit [Trockenreis weniger]
  • Nassreis → bei Nassreis finden die ersten Etappen der Pflanzenentwicklung im Wasser stehend statt – er liefert so größere Erträge als Trockenreis
  • Trockenreis → gedeiht im Prinzip wie einheimisches Getreide ohne; auch in Südeuropa, z.T. sogar Deutschland; die Erträge sind aber nicht ganz so gut
  • Klima Nassreis am besten in tropischen und subtropischen Gegenden
  • traditioneller Anbau von Nassreis ...
    • Boden wird mit von Wasserbüffeln gezogenen Hakenpflügen vorbereitet
    • oft terrassenartig an Hängen angeordneten Felder mit 50 cm hohen Wällen und (bei Nassreis) mit Wasser bis kurz vor der Ernte geflutet
    • vorgequollene Reiskörner werden zunächst in besondere Saatbeete gesteckt
    • 15 cm hohe Pflänzchen steckt man zu zweit oder dritt [gegenseitiger Halt] in ein Pflanzloch auf dem Reisfeld
    • nach 4-5 Monaten sind die Rispen mit Körnern gefüllt und können geerntet werden
    • Reisanbau ist als sehr aufwändig und entscheidend vom Wasserfaktor abhängig
  • Ernte auf Reisterrassen und kleineren Feldern teilweise per Hand mit der Sichel; große Felder z.T. per Mähdrescher
  • Weltproduktion knapp 750 Mio. Tonnen jährlich [2014]; Hauptproduzenten sind China, Indien, Indonesien, Bangladesch, Vietnam und Myanmar; 90% der Welternte in Südostasien
Reis Einteilung Handelsformen Sorten
  • bekannte Handelsformen → diverse Reisarten und -sorten wie z.B. Basmati-Reis, Duftreis, Jasminreis, Lila Reis, roter Reis, schwarzer Reis, Milchreis etc.; verschiedene Kornformen [Rundkorn-, Kurzkorn-, Mittelkorn-, Langkornreis]; verschiedene Grade der Klebrigkeit [Klebereis in Südostasien wegen des Essens mit Stäbchen bevorzugt, in Europa eher seltener]; daneben existieren geschälte [teils auch polierte] und naturbelassene Reistypen [Vollkorn- bzw. Naturreis]
  • Kornformen → Rundkorn-, Kurzkorn-, Mittelkorn-, Langkornreis
  • Klebrigkeit → verschiedene Grade der Klebrigkeit [Klebereis in Südostasien wegen des Essens mit Stäbchen bevorzugt, in Europa eher seltener] in Abhängigkeit vom Stärkegehalt
  • Grobeinteilung nach der Kornform ↓
    Rundkornreis Mittelkornreis Langkornreis
    Oryza sativa ssp. japonica Oryza sativa ssp. javanica Oryza sativa ssp. indica
    Kornlänge < 5,2 mm Kornlänge 5,2 – 6 mm Kornlänge > 6 mm
    nach dem Kochen klebrig [typischer Klebreis] nach dem Kochen leicht klebrig nach dem Kochen körnig und locker
    z.B. Milchreis, Risotto-Reis, Sushi-Reis z.B. schwarzer Reis z.B. Patna-, Jasmin-, Basmati-Reis, Roter Reis
Reis Inhaltsstoffe Energiegehalt
  • Inhaltsstoffe → Kohlenhydrate, darunter vor allem Stärke [in geschältem Reis sonst fast nichts Anderes, in ungeschältem Reis auch einige Mineralien und Vitamine]
  • Nährwert und Gesundheit → 400 g Reis liefern so viel Energie wie 1 Tafel Schokolade [allerdings enthält Reis kaum Vitamine und Mineralien, so dass bei ausschließlichem Verzehr maschinell geschälten Reises Mangelerscheinungen die Folge sind; z.B. Beriberi [Vitamin B1-Mangel] in Asien - dies kann durch Mischen von geschältem Reis mit Reiskleie ausgeglichen werden oder man wählt Vollkornreis bzw. Naturreis]; 100 g Basmatireis gekocht enthalten 364 kJ [88 kcal]; roher Reis hat einen Energiegehalt von etwa 1460 kJ [349 kcal]
Reis Einsatzmöglichkeiten Bedeutung Lagerung
  • Basmati-Reis richtig kochen → für 4 Personen (als Beilage) 250 g Basmati im Sieb unter kaltem Wasser spülen; am besten 30 min in einer Schüssel Wasser einweichen, damit er beim Kochen besser quillt; dann mit ½ L Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen, Temperatur reduzieren und ca. 15 min zugedeckt quellen lassen [nicht umrühren]
    in manchen Ländern röstet man den Reis kurz an und gibt dann das Wasser hinzu
  • andere Reissorten richtig kochen → Reis waschen, ggf. vorquellen und in Wasser kochen [Salz besser hinterher hinzufügen]; Verpackungshinweise beachten
  • Vollkornreis richtig kochen → Reis erst im Topf anrösten, dann mit Brühe oder Wasser ablöschen und ohne Salz kochen [Vollkornreis hat eine relativ lange Kochzeit]
    fügt man am Ende etwas Sesam bei, auch angeröstet, so gibt es zusätzlich Vitamin B und Magnesium [welche im Reis sonst nur wenig drin sind, wobei Vollkornreis mehr davon enthält als geschliffener Reis]
  • Verwendung in der Küche → beispielsweise als Sättigungsbeilage zu Gemüse, Fleisch, Geflügel etc.; als Risotto; aber auch süßer Milchreis oder Reispudding sind ein Genuss
  • wirtschaftliche Bedeutung → aus Reismehl stellt man hauchdünnes Reispapier her, das in Asien z.B. zum Umhüllen von Frühlingsrollen benutzt wird; andere Reisspezialitäten sind z.B. Reiswein [in Japan als Sake lauwarm getrunken], Reisessig und Reisbranntwein [Arrak in vielen asiatischen Ländern; erzeugt aus Reismaische und Palmsaft oder Zuckerrohr - nicht zu verwechseln mit Arak, einem arabischen Anisschnaps]
  • Lagerung von ungekochtem Reis → dunkel, luftdicht und trocken sowie gut verpackt [Glasbehälter, nicht Folie] ca. 2 Jahre, Vollkornreis 1 Jahr lagerfähig
  • Lagerung von gekochtem Reis → lässt sich bis zu 2 Tagen im Kühlschrank aufbewahren; in der Gastronomie ist dies aus Hygienegründen nicht erlaubt (siehe Bakterien- und Schimmelbefall durch große Oberfläche)
Reis Garmethoden Kochvorschriften
  • Zubereitung Grundrezept → ohne weitere Zutaten 1 Teil Reis und 2 Teile Wasser ca. 10-20 min [je nach Sorte; Packungsaufschrift beachten] bei recht kleiner Flamme kochen [quellen]
  • Die richtige Reismenge ↓
    als Beilage als Hauptgericht als Suppeneinlage
    60 – 80 g pro Person 80 – 100 g pro Person 20 – 30 g pro Person
  • verschiedene Garmethoden ↓
Quellmethode Wassermethode
Wenn weiße Reissorten mit der Quellmethode gekocht werden sollen, dann beträgt das Reis-Wasser-Verhältnis 1 zu 2. Wichtig ist, dass der Reis vor dem Kochen gründlich gewaschen wird. Überflüssige Stärke wird entfernt, die Körner kleben nicht zusammen und brennen nicht an. Für die Quellmethode werden Reis und Wasser zusammen aufgekocht. Kocht das Wasser, stellt man die Hitze auf die kleinste Stufe [der Reis quillt] und der Deckel ist aufgelegt. Der Reis saugt das gesamte Wasser (bzw. Brühe) auf. Der Reis wird hierbei wie Nudeln in viel Wasser gekocht. Diese Methode eignet sich für alle Reissorten [z.B. schwarzer und roter Reis], auch für solche, die nicht so gut quellen.
  1. als Hauptgericht für 2 Personen 1 Teetasse Basmati Reis (ca. 200g) in einen Kochtopf geben (Packungsaufschrift beachten)
  2. Reis zweimal durchwaschen
  3. doppelte Menge Wasser (= 2 Teetassen) und eine Prise Salz hinzugeben
  4. 10 Minuten einweichen lassen
  5. Herd auf die höchste Hitzestufe stellen, bis es kocht (ca. 1min)
  6. Herd auf eine kleine Hitzestufe stellen (eventuell abschalten), Reis ca. 15 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen, bis das Wasser aufgesogen/verdampft ist
    (Dauer siehe Verpackung; weißer Reis eher 15-20 min, Naturreis bis zu 45 min)
  7. eventuell ein Stück Butter dazu
  1. für 2 Personen 1 Teetasse Basmati Reis (ca. 200g) in einen Kochtopf geben
  2. Reis zweimal durchwaschen
  3. etwa die 6-fache Menge Wasser (= 1,2 Liter) und eine Prise Salz hinzufügen
  4. Wasser auf höchster Hitzestufe zuerst zum Kochen bringen
  5. erst jetzt Reis hinzufügen, nochmals aufkochen
  6. Herd auf mittlere Hitzestufe stellen, ca. 15 min ohne Deckel köcheln lassen
  7. Reis durch Sieb gießen, abtropfen lassen
  8. Reis zum Abdampfen nochmals kurz in den Topf geben
  9. bei Bedarf ein Stück Butter hinzufügen
Wenn es besonders schnell gehen muss, das Einweichen und die Butter weglassen. Beachte, dass die benötigte Wassermenge und Kochdauer je nach Reissorte variiert. Beachte auch hier, dass die Garzeit von der gewählten Reissorte abhängt. Vollkornreis braucht länger.
  • Welche Methode ist besser? → Die Wassermethode ist einfacher, da sie schon vom Nudeln kochen bekannt ist. Beim Abgießen schüttet man aber leider alle Nährstoffe weg. Bei der Quellmethode wird kein Wasser abgeschüttet und die Nährstoffe bleiben erhalten. Immer Packungsangaben beachten! Manche Reissorten sowie auch Wildreis lassen sich durch Quellen schlecht oder nicht zubereiten.
  • Vorher einweichen? → Das Einweichen von Reis in kaltem Wasser [einige Minuten oder gar Stunden] kann die Kochzeit verkürzen.
  • andere Garmethoden ↓
Risotto-Methode Pilaw-Reis
Bei der Risotto-Methode wird der Reis in Fett angeröstet und z.B. mit Weißwein abgelöscht. Dazu muss man einen speziellen Rundkornreis (Risotto-Reis oder eventuell auch Milchreis benutzen.) Dann wird heiße Flüssigkeit (meist Brühe) nach und nach (im Gegensatz zu Pilaw) dazu gegeben und vom Reis aufgesaugt. Bei der Zubereitung kann man viele Variationen vornehmen. Man kann dabei natürlich Gemüse (z.B. Tomaten), Gewürze (z.B. Safran), und Kräuter (z.B. Petersilie), aber auch Fleisch oder Pilze (z.B. Pfifferlinge, Steinpilze) hinzufügen. Hier nur ein mögliches Grundrezept ... Die Pilaw-Reis-Methode ist historisch eine sehr alte Kochtechnik und wird von Gegend zu Gegend unterschiedlich gehandhabt. Manchmal wird der Reis über Nacht eingeweicht oder der Reis nach dem Anbraten und Aufgießen gar im Backofen zu Ende gegart. Letztlich hängt das auch von der gewählten Reissorte ab. Bei Pilaw soll die Stärkefreiwerdung gehemmt werden, so dass der Reis am Ende schön locker ist. Am besten wählt man Basmati-Reis o.a. Langkornreis (also Reis mit geringem Stärkeanteil und kein Klebreis). Zudem wählt man eine passende schwere Gusspfanne (Alu oder Eisen) mit passendem Deckel. Die Zubereitung erfolgt so ...
  1. fein gewürfelte Zwiebeln (Schalotten) im Topf glasig anschwitzen (ohne Deckel)
  2. Risottoreis hinzufügen und glasig anbraten
  3. mit etwas kaltem Weißwein (oder Traubensaft) ablöschen (Achtung, spritzt)
  4. Herd auf mittlere oder kleine Hitzestufe stellen
  5. nach Belieben Gewürze hinzufügen
  6. heiße Brühe Schritt für Schritt zugeben (um den Kochvorgang nicht zu stoppen), keinen Deckel verwenden, sodass Flüssigkeit verdampfen kann (dann wieder neue Brühe ergänzen)
  7. etwa nach 20-25 min so weit eingekocht haben, dass der Reis schön cremig ist, aber auch noch Biss hat
  8. nach Belieben geriebenen Parmesan und frische Kräuter unterheben (nicht mehr erhitzen)
  1. Zwiebeln (und eventuell Knoblauch) in Öl oder Butter anbraten
  2. Reis hinzufügen und goldgelb anbraten
  3. gewünschte Menge Brühe in einem Schritt hinzufügen (Brühe kann viele weitere Zutaten wie Gewürze, Kräuter, Gemüse, Pilze, Fleisch, Fisch enthalten)
  4. mit Deckel ca. 30 min bei geringer Hitzezufuhr garen (quellen) lassen (Deckel nicht abnehmen)
  5. Topf vom Herd nehmen und etwa 10 min geschlossen stehen lassen
  6. Reis mittels Gabel auflockern und servieren
Reissorten Reisgenuss
  • Basmati-Reis → eine der ältesten Reissorten [Einwanderer fanden ihn vor 3000 Jahren im Kaschmirhochland]; diese königliche Reissorte wächst an den Himalayahängen, wo Tauwasser die Talterrassen flutet; sehr aromatisch, nussig schmeckend und stark [fast berauschend] duftend [Basmati-Reis bedeutet so viel wie Duftreis]; gart leicht, locker und körnig zart
  • Duftreis → Langkornreis aus Südostasien, der blumig duftet und locker gart, aber leicht haftet; Jasminreis ist ein Duftreis
  • Risotto-Reis → italienischer Rundkornreis, der suppig-cremig mit Biss [al dente] gart
    • am populärsten ist Arborio bzw. Avorio, typisch ist Vialone nano und erstklassig der aus Vialone und Sushi-Reis gekreuzte Carnaroli
    • typische Risotto-Varianten sind z.B. Safranrisotto, Steinpilz- oder Champignon-Risotto sowie Tomatenrisotto; oft fügt man frische Kräuter hinzu
    • Tipp: Risotto kann man z.B. auch aus Graupen, Quinoa oder auch Kartoffeln [hier mit Tomatensaft und Aivar] machen
  • Sushi-Reis → Rundkornreis aus Japan, ideal fürs Sushi-Formen; kann auch Beilage sein und durch Risottoreis ersetzt werden
  • Klebreis → asiatischer Rund- oder Langkornreis, dessen Stärke beim Kochen so viel Klebereiweiß abgibt, dass die Körner breiig zusammenpappen; meist für Süßes
  • Milchreis → Rundkornreis, der eher breiig kocht; für Süßspeisen [ähnlich wie Risottoreis]
  • Naturreis, brauner Reis → geschälter, ungeschliffener Reis mit vollem Keim; kocht länger; gut für erdige Gerichte
  • Parboiled Reis → Körner, die mit Dampf und Druck bearbeitet wurden, so dass sie trotz Schleifens 80 % der Nährstoffe behalten
    Aber: Am besten nur Bio-Reis nutzen, da Chemikalien auf der Oberfläche auch vom Reiskorn schneller aufgenommen werden!
  • Bio-Reis → kontrolliert-biologisch angebauter Reis; Alternative vor allem zu asiatischem Reis, der auf den nassen Feldern oft großzügig mit Düngemittel und Schädlingsgiften behandelt wird
  • Reisgenuss in Arabien → Araber kombinieren Reis gern mit Rosinen o.a. Trockenfrüchten und Mandeln
  • Reis in Italien → hier liebt man das mit Brühe, Wein und Parmesan gekochte Risotto; hierfür nimmt man einen Rundkornreis; Risotto muss cremig sein
  • Essen in Japan → Hauptnahrungsmittel der traditionellen japanischen Küche ist Reis; er galt Jahrhunderte lang als Zeichen des Reichtums - später kamen Tee [Enthaltsamkeit bezüglich Alkohols nach buddhistischer Lehre] und Soja aus China auf die Inseln; zum Essen verwendet man in Japan Essstäbchen aus Holz [Hashi] und die Essschale wir in Brusthöhe gehalten
    ähnlich isst man auch in China [Grafik rechts zum Vergrößern anklicken]
Reis Rezepte Tipps Infos
  • Rice and Curry → heißt z.B. in Indien und Sri Lanka so viel wie Reis mit Beilage und hat nicht unbedingt etwas mit dem Zusatz von Currypulver zu tun
  • Nasi Goreng [gebratener Reis, Indonesien] Für 4 Personen kocht man 250 g Reis. In einer Pfanne etwas Kokosöl [o.a.] erhitzen. Den Reis darin anbraten. Gegarte Hühnerfleischstücke und Krabben oder Garnelenfleisch zufügen und mit dem Reis erhitzen. Kräftig mit Kejap [kein Ketchup, sondern eine sehr würzige Paste; erhältlich in vielen Supermärkten] oder Sambal Oelek würzen.
  • Gemüse-Safran-Reis Für 4 Personen 400 g Basmati-Reis waschen und abtropfen lassen. 2 Döschen Safran [je 0,2 g] mit 3 EL kochendem Wasser in einer Schüssel übergießen. 25 g Cashewkerne kleinhacken. In einem großen Topf 6 EL geklärte Butter oder Öl erwärmen und darin 2 Zimtrinden [á 5 cm Länge], 5 grüne Kardamomkapseln, 5 Gewürznelken und 3 Lorbeerblätter 2 min anbraten. Den Reis sowie 20 g Rosinen und 250 g tiefgefrorenes Möhren-Erbsen-Gemüse ca. 3 min mitbraten. Den Safran, 25 g Mandelstifte, die Cashewkerne, Salz und 2 EL Zucker hinzufügen und alles gut mischen. Nun 1 L Wasser angießen und schnell zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren [oder gar ganz abschalten] und den Reis 15 min bei geschlossenem Topf quellen lassen, bis er weich ist und alle Flüssigkeit aufgesogen ist.
  • Oyako domburi [Huhn mit Ei, Japan] Du brauchst: 250 g Reis, 200 g Hähnchen-brustfilets, 100 g Pilze [Matsutake oder Shiitake werden in getrockneter Form angeboten oder man nimmt Steinpilze, Maronen o.ä.], 2 Tassen Dashi [hergestellt aus Bonito, getrocknetem Fisch, und Kombu, getrockneter Blatttang; als Saucen- und Suppen-grundlage; hier auch durch Hühnerbrühe ersetzbar], 3 EL Sojasauce, 3 EL Sake [Reiswein], Mirin [süßer Reiswein] oder Sherry, 2-3 Eier, 2-4 Lauchzwiebeln, Salz und 20 g Nori [getrocknete Rotalgen, Purpurtang; nur, falls vorhanden, sonst weglassen]
    Und so geht's: Den Reis kochen und warmhalten. Die Hähnchenbrust würfeln. Dashi [oder Hühnerbrühe], Sojasauce und Sake [bzw. Mirin oder Sherry] zum Kochen bringen, das Fleisch dazu geben und erneut aufkochen [Fleisch muss gar werden]. Eier leicht schlagen, salzen und zusammen mit Zwiebeln sowie Pilzen zum Fleisch geben. Wieder aufkochen, aber nicht umrühren und zugedeckt bei schwacher Hitze simmern lassen [das Ei sollte noch weich sein]. Eintopf über den Reis geben.
  • Tipp Viele Kochtipps und auch Infos über Reis findest Du auf der Seite reishunger.de.
Wildreis
  • Wildreis ist nicht Reis → Wildreis [auch Wasserreis genannt; Korn des Wassergrases] sind Samen wildwachsender Wassergräser vor allem in Kanada und hat mit asiatischem Reis eher nichts zu tun. Es handelt sich um die Pflanzengattung Zizania in der Familie der Süßgräser und nicht um eine Wildform des Reises [Gattung hier Oryza].
  • Geschichtliches → Traditionell spielte Wildreis bei der Ernährung der Indianer Nordamerikas eine große Rolle, vermutlich schon vor 3.000 Jahren. Sie nannten ihn Manomin [sinngemäß übersetzt heißt das „Leckerbissen, den Manitu uns schenkte“].
    Wildreis wird aber auch in China seit dem 10. Jahrhundert angebaut.
  • Arten → z.B. Zizania aquatica [einjährig, USA]; Zizania palustris [einjährig, Kanada], Zizania latifolia [mehrjährig, Ostasien]
  • Hauptanbaugebiete heute je nach Art Nordamerika [Kanada, USA], außerdem Ostasien [u.a. Indonesien]
  • Botanisches → die ein- oder mehrjährigen krautigen Pflanzen sind Wasser- oder Sumpfpflanzen mit [je nach Art] 1,5 bis 3 m langen Halmen und rispenförmigen Blütenständen
  • Samen → nadelförmig; braun bis schwarz
  • Ernte von kanadischem Wildreis → mühsam, aufwändig und meist per Hand, oft vom Boot aus – daher ist er auch recht teuer.
    Inzwischen züchtet man ihn auch in Bassins, aber oft mit Chemikalienunterstützung. Industriell erzeugter Kanadareis ist nicht so hochwertig. Bio-Ware ist also besser.
  • Geschmack → wesentlich geschmackvoller als Reis; sehr nussig und aromatisch
    Nach der Ernte wird er meist geröstet, was den nussigen Geschmack verstärkt.
  • Inhaltsstoffe → [im Gegensatz zu Reis] sehr viele Vitamine [z.B. B-Gruppe], Mineralien [u.a. Kalium und Magnesium] und doppelt so viele Proteine mit vielen essentiellen Aminosäuren
  • Wildreis richtig verarbeiten → mehrfach waschen und im Sieb abtropfen, dann ggf. Steinchen auslesen und [je nach Produkt] etwa 45–55 min bei kleinerer Flamme in Salzwasser kochen lassen
    Einige Produkte soll man vorab einige Stunden einweichen. Generell gilt: Packungsbeilage beachten! Die Quellmethode funktioniert mit Wildreis nicht, sondern man koch nach der Wassermethode.
  • Nährwert → etwas energiereicher als Reis; roh ca. 1420 kJ/100g [340 kcal], gekocht 565 kJ/100g [135 kcal]
  • Verwendung in der Küche → gemischt mit Reis oder besser noch pur absolut lecker [wenn auch ziemlich teuer]; passt super zu Fisch [z.B. Wildlachs], Fleisch, Wild und Geflügel, aber er ist auch vegetarisch kombinierbar
Einige Fachbegriffe dieser Seite
  • domestizieren → Haustiere oder Kulturpflanzen aus Wildformen züchten und nutzen [lat.; demesticus = häuslich]
  • Oryza → Pflanzengattung Reis
  • Poaceae → Pflanzenfamilie Süßgräser, der alle Getreidarten angehören
  • Quinua → keine Getreideart, sondern ein südamerikanisches Fuchsschwanzgewächs [Amaranthaceae]; das Wunderkorn der Inka; lässt sich ähnlich wie Reis einsetzen, schmeckt aber nussiger und aromatischer
Quellenangaben
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  • Für die Gestaltung dieser Internetseite verwendeten wir zur Information, fachlichen Absicherung sowie Prüfung unserer Inhalte auch folgende Internetangebote: wikipedia.de, reishunger.de und lebensmittellexikon.de. Zudem kamen Flyer und Broschüren sowie Produktinformationen der GEPA, von El Puente und DWP sowie von Rapunzel zum Einsatz. Weitere Quellen findest Du in unserer Druckversion.

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